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Brittheim

Stadtteil Brittheim

 

Das Brittheimer Wappen

Die Gemarkung erstreckt sich noch über die unteren Hänge der Keuperstufe des Mittleren Keupers - die Bäche schneiden teilweise den oberen Gipskeuper an -, über denen die Stubensandsteinfläche sich deutlich abhebt. Die Keuperhänge, mit anstehendem Schilfsandstein, Bunten Mergeln, Stubensandstein und Knollenmergel reichen bis zur Liaskante hinauf.

Die Liasplatte kommt als Ausläufer von Osten bis zum Ort Brittheim und findet ihre Westgrenze im "Hartegert", dem höchsten Punkt der Gemarkung (698 m), wo der Abbruch der hier zuhöchst ausstreichenden Liasplatte einen guten Rundblick über die beiden, auf der Gemarkung zusammenstoßenden, gegensätzlichen Landschaften gibt: über die Waldhänge der Keuperstufe im Nordwesten und über die fruchtbare Ackerlandschaft der Liasplatte auf der Stufenhochfläche im Südwesten und Süden der Gemarkung.

 

Der Brittheimer Wasserturm

"Britihaim" wird im Jahre 782 erstmals erwähnt, als ein dem Hochadel angehörender Wolfhart seinen dortigen Besitz dem Kloster St. Gallen schenkte. Die Gemarkung dürfte neben der Gemarkung Haarhausen und vermutlich der Siedlung Hochstetten (beide abgegangen) nur 1/3 der heutigen Größe gehabt haben. Noch 1525 hatte der Ort nur 5 Häuser und eine Kirche. Erst nach dem 30-jährigen Krieg dehnte sich die Siedlung langsam aus bis 1860 auf 50 Wohngebäude.

Nach Auflösung der älteren Grafschaften (um 1000-1100) kam die Oberhoheit an die Herzöge von Zähringen und von diesen an die Teck, welche Brittheim 1317 an Württemberg verkauften. Der Ort unterstand in der Folge dem württembergischen Oberamt Rosenfeld, nach 1808 dem Oberamt Sulz, bis er 1938 dem Kreis Balingen zugeteilt wurde. Die Ortsherrschaft dürfte in älteren Zeiten vom Kloster St. Gallen und später vom Kloster St. Georgen ausgeübt worden sein. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts unterstand der Ort dem Amt Rosenfeld.

 

Außenanlage beim Kindergarten Brittheim

In Brittheim waren begütert die Klöster St. Gallen, St. Georgen, Alpirsbach, Kirchberg sowie das Augustinerinnen / Augustiner Kloster in Oberndorf, das im 12. Jahrhundert im "Schorenwald" (Gemarkung Brittheim) als Frauenkloster von den Herzögen von Teck gegründet wurde.

1275 wurde die Brittheimer Pfarrei erstmals erwähnt, ferner 1525, anlässlich des Patroziniums, die Brittheimer Allerheiligenkirche.
Nachdem 1535 die Reformation eingeführt worden war, vereinigte man die Pfarreien Brittheim und Bickelsberg mit Pfarrsitz in Bickelsberg.
Um 1790 wurde in Brittheim ein Schulhaus erbaut, dem ein Neubau im Jahre 1912 folgte.

Der abgegangene Ort Haarhausen - Gemarkung eingegliedert in die heutige Gemarkung Brittheim - wird 1094 als Schenkung an das Kloster St. Georgen urkundlich erstmals erwähnt, 1313 und 1325 nochmals, als Graf Werner von Zimmern die Vogtei über die St. Georgischen Güter an einen Rottweiler Bürger und dieser sie an das Kloster Oberndorf weiterverkaufte.

Haarhausen war ein kleines Pfarrdorf, im Mittelalter vermutlich größer als Brittheim, mit Schlößlein und kleiner Burg (vergl. Flurnamen). Ein Plan seiner Markung von 1574 ist noch erhalten und zeigt die 1275 erstmals urkundlich erwähnte Kirche nebst einer großen Scheuer. Die Kirche ist noch 1491 nachgewiesen. Schlößlein und Burg waren im Besitz der Herren von Zimmern; zumindest lagen 1595 die Brittheimer Bürger im Streit mit Graf Wilhelm von Zimmern über die Haarhauser Güter. Die Siedlung selbst war aber schon zu Anfang des 14. Jahrhunderts abgegangen. Die eigenständige Gemarkung (Zwing und Bann) wird noch 1744 erwähnt. Nach 1800 wird die Gemarkung der Brittheimer Markung einverleibt.

Seit 1488 taucht auf der Bickelsberger und Brittheimer Markung der Name Höchstetten auf. Vermutlich ein Hinweis auf eine Wüstung nach abgegangenem Ort.

Brittheim hat - durch Haarhausen groß geworden - heute eine Gemarkungsfläche von 570 ha; davon sind 310 ha Wald (Staat, Gemeinde, Privat) und 260 ha landwirtschaftliche Fläche. Der Ort hat 430 Einwohner und ist konfessionell überwiegend evangelisch.
Brittheim ist - wenn auch zum großen Teil im Nebenerwerb - landwirtschaftlich strukturiert. Die Erwerbstätigen finden als Auspendler in den umliegenden Industriegemeinden Arbeit. Brittheim wurde 1974 nach Rosenfeld eingemeindet.

 

Blick auf Brittheim

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