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Stadtteil Isingen

Isingen, früher Mutter - jetzt Kind der Stadt Rosenfeld: Denn seit 1974 ist Isingen einer der sieben Stadtteile von Rosenfeld. Auf 550 Hektar Markungsfläche leben ca. 661 Einwohner. Neben dem Kindergarten hat Isingen auch noch die Grundschule im Ort.

Aus einem ursprünglich reinen Bauerndorf wurde inzwischen mehr und mehr eine Arbeiter-Wohngemeinde mit einigen hauptberuflichen Landwirten sowie mehreren Freiberuflern und selbstständigen Unternehmern. Ein Lebensmittelgeschäft ist vor Ort.

Und ganz wichtig in der heutigen Zeit: Kriminalität gibt es bei uns keine, bei uns können Sie noch beruhigt abends auf die Straßen gehen. Die letzte Straftat ereignete sich 1923 als Lehrer Schmitz in den knappen Jahren nach dem Krieg die Fleischversorgung aufbessern wollte und ein Ferkel aufzog, obwohl dies für Nichtlandwirte strengstens verboten war.

Der Name des Ortes tritt erstmals 786 als "Usingum" auf und hängt vermutlich mit dem Personennamen Uso zusammen. Bis um 1500 ist vorwiegend Usingen, später Üsingen und Isingen, gebräuchlich. Die erste Erwähnung Isingens erfolgte im Jahre 786, als Graf Gerold, der Schwager Karls des Großen, dem Kloster St. Gallen neben anderem Besitz auch solchen zu "Usingen" schenkte.
St. Gallen richtete neben dem wohl schon damals bestandenen herrschaftlichen Hof, dem späteren Maierhof, einen eigenen Hof, den Fronhof, ein. Vor dem 15. Jahrhundert soll Isingen aus sieben Höfen bestanden haben. Nachdem die Herrschaften ihre Höfe nicht mehr selbst bewirtschafteten, entstanden durch Aufteilung mehrere Bauernstellen.

Aus dem Mauerblümchen-Dasein von früher ist Isingen inzwischen deutlich herausgetreten. Ein reges Vereinsleben prägt den Ort.

Die Sportfreunde Isingen wurden im Jahre 1954 gegründet und sind der größte Verein von Isingen. Aus einem reinen Fußballverein mit damals 45 Mitgliedern ist inzwischen ein Sportverein mit ca. 600 Mitgliedern geworden. Neben der Fußballabteilung, mit Herren-, Damen- und Jugendfußball, einer Freizeitsportabteilung mit Damen- und Fitnessgymnastik mit Radtreff gehört dem Verein noch die Reitabteilung und seit Anfang 2002 eine Herzsportgruppe an. Jährlich wird auch das Sportabzeichen abgenommen. Die 1. Mannschaft der Fußballabteilung spielt in der Landesliga Staffel IV. Die 2. Mannschaft spielt nach der Fusion mit dem TSV Brittheim in der Kreisliga A Staffel I.

Aus einer Wiese als erstem Sportplatz wurde inzwischen ein Sport- und Freizeitzentrum mit zwei Rasenplätzen, einer Sporthalle, einem Vereinsheim, einem Kleinspielfeld als Allwetterplatz, einer Reithalle mit Stallungen und Reiterstüble, einem Sand- und Dressurplatz sowie einem großen Fest- und Rasenreitplatz.

Der Obst- und Gartenbauverein betreibt eine Obstanlage die seinesgleichen im Landkreis sucht. Traditionell wird seit Generationen Obstbau betrieben. Ein Gürtel von verschiedensten Obstbäumen umgibt die Gemeinde. Das Vereinsmotto lautet wie eh und je: "Hast du einen Raum, so pflanz dir einen Baum".

80jähriges Jubiläum feierte der Liederkranz im letzten Jahr. Bei kulturellen und kirchlichen Anlässen, sowie bei allen Beerdigungen ist der Liederkranz aus dem dörflichen Leben heute nicht mehr wegzudenken.

Die schöne, frisch renovierte Martinskirche mit ihrer einmaligen kunsthistorisch wertvollen Holzdecke aus dem 16. Jahrhundert ist schon von weitem als ortsprägendes Gebäude erkennbar. Eng verbunden mit der Kirche ist der Posaunenchor welcher Dank seiner relativ jungen Bläser sehr flexibel ist. Hier wird nicht nur posaunt, neben Altpapiersammlungen, Reisigverkauf ist auch eine  gute Jungbläserausbildung garantiert.

Unsere Jugend trifft sich entweder im "Molkekär", wenn es Sommer ist am "Rössleplatz" oder in den eigenverantwortlich betrieben Bauwägen.

Sie sehen also, in Isingen herrscht reges Eigen- und Vereinsleben, wer nach Isingen zieht, findet garantiert schnell Anschluss an die Gemeinde und an die Bürger. Und außerdem, bei uns können Sie noch selbst Ihr Brot backen, im zweiwöchigen Turnus wird freitags im Backhaus der Ortschaftsverwaltung gebacken.

Informationen über städtische oder private Bauplätze sowie leerstehende alte Bauernhäuser, welche auf neue Besitzer warten, erhalten sie bei der Ortschaftsverwaltung.

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