Denkmalpflegerischer Werteplan Gesamtanlage Rosenfeld

Vorgeschlagene Gesamtanlage Rosenfeld gem. § 19 Denkmalschutzgesetz (DSchG)

Das Landesamt für Denkmalpflege regte immer wieder an, die Altstadt von Rosenfeld und einen Teil des früheren Zuganges zur Stadt (die Rote Halde) als Gesamtanlage gem. § 19 Denkmalschutzgesetz (DSchG) zu schützen.

Dazu schreibt es:  
„Rosenfeld befindet sich auf dem spitz zulaufenden Sporn zwischen dem Weingartenbachtal und dem Stunzachtal in einer „wirklich romantischen Lage“ (Oberamtsbeschreibung 1863). Vermutlich wurde die erstmals 1255 erwähnte Stadt um 1240 durch die Herzöge von Teck bei einer mutmaßlichen Burganlage anstelle der heutigen Kirche neu gegründet. Nachdem die Grafen von Württemberg die Stadt und die Herrschaft Rosenfeld 1317 erworben hatten, war Rosenfeld als Sitz des Vogtes eine landesherrliche Amtsstadt mit einer gleichnamigen Herrschaft geworden. 1808 wurde das Oberamt Rosenfeld aufgehoben und dem Oberamt Sulz einverleibt.  

Der planmäßige mittelalterliche Grundriss der Stadt Rosenfeld wurde im Zuge der Wiederaufbauten nach den Stadtbränden von 1868, 1890 und 1908 durch eine strengere Ausrichtung der Baulinien weiter schematisiert.  

Sieht man von den öffentlichen Gebäuden ab, die vor allem in dem von Bränden verschonten mittelalterlichen Marktplatzareal liegen, wird heute das Straßenbild Rosenfelds insbesondere durch zweigeschossige traufständige, meist verputzte Häuser aus der Zeit nach 1868 geprägt. Betont wird der neu gestaltete Marktplatz durch die ihn umgebenden größeren und meist giebelständigen Wohnhäuser. Überhaupt hat man bei den Wiederaufbauten der „Verbäuerlichung“ Rosenfelds im Verlauf des 18. und 19. Jahrhunderts Rechnung getragen, denn nach älteren Darstellungen beherrschten einst dreigeschossige, giebelständige Stadthäuser das Stadtbild.  

Bedingt durch die besondere topographische Lage von Rosenfeld wirkt das Bild der Stadt vor allem nach Süden und Südwesten weit in das Land hinaus.  

Das dritte charakteristische Ortsbild bietet die Außenansicht des Rote Haldewegs, oberhalb der Roten Halde im Süden und der Pfingsthalde im Norden. Hier lässt sich noch außerordentlich gut die Vorstadt erkennen, die sich östlich vor dem ehemaligen Stadttor, beiderseits des einstigen Hauptzugangswegs nach Rosenfeld, vor allem im 18. und 19. Jahrhundert gebildet hat.“  

Der in diesem Zuge von der Denkmalpflege beauftragten Werteplan ist nebenstehend veröffentlicht, ebenso die PowerPoint Präsentation, die bei der Infoveranstaltung am 21.06.2016 eingesetzt wurden.