ZukunftsErbe Streuobst
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Bis heute prägen Streuobstwiesen das Landschaftsbild der allermeisten Kommunen im Schwäbischen Streuobstparadies – dem größten zusammenhängenden Streuobstgebiet Europas. Sie sind wertvolle Biodiversitäts-Hotspots, liefern vielfältige gesunde Lebensmittel, tragen zum Klimaschutz bei und haben eine hohe Bedeutung als Naherholungsraum. Die für die regionale Identität so wichtigen Streuobstbestände sind jedoch zunehmend gefährdet und bei vielen Flächen bestehen Pflegerückstände. Für ihre Erhaltung und Förderung spielt der Generationenwechsel im Streuobstbau eine entscheidende Rolle.
Mit Blick auf die Eigentümer*innen fallen ein hoher Altersdurchschnitt, eine häufig fehlende Ortsbindung sowie zersplitterte Eigentumsverhältnisse (z.B. Erbengemeinschaften) auf. Gleichzeitig werden Streuobstwiesen in der Gesellschaft sehr positiv bewertet und vielerorts wächst das Interesse der nachfolgenden Generationen daran. Interessierte haben allerdings oftmals keinen Informationszugang zu potenziell bewirtschaftbaren Flächen und wissen demnach nicht, wem sie gehören. In einem dreijährigen Projekt möchte der Schwäbische Streuobstparadies e.V. daher Kommunen und deren Bevölkerung umfassend bei der Flächenübergabe und Weiterbewirtschaftung von Streuobstwiesen unterstützen.
Das Projekt beinhaltet neben einem Baukasten zur Flächenvermittlung weitere Maßnahmenbereiche, die das Ziel der Flächenübergabe befördern sollen: eine ausführliche Darstellung von lokalen und überregionalen Unterstützungsangeboten für Streuobst-Bewirtschaftende, ein Bildungsprogramm für Streuobst-Einsteiger*innen namens „Stückleglück“ und eine breit aufgestellte Öffentlichkeitsarbeit. 2027 und 2028 wird es in den beteiligten Kommunen jeweils eine umfassende Kommunikationskampagne geben, um auf die Bedeutung der Weiterbewirtschaftung und die Möglichkeiten der Übergabe von Streuobstwiesen an die nächste Generation aufmerksam zu machen.
Die Stadt Rosenfeld wirkt als eine von zehn Pilot-Kommunen mit und übernimmt damit Verantwortung für den lokalen Streuobstbau. Die Geschäftsstelle des Streuobstparadieses unterstützt die Kommunen mit konzeptioneller Arbeit, allen notwendigen Materialien für die Flächenvermittlung und Öffentlichkeitsarbeit sowie enger Begleitung und Beratung. Das Projekt wird vom Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat gefördert.
Ziel ist es, den Generationenwechsel im Streuobstbau voranzutreiben und die gewonnenen Erkenntnisse schrittweise auf weitere Kommunen im Vereinsgebiet zu übertragen.
